Der Designer der Colani-Tapeten ist verstorben.
Der Designer der Colani-Tapeten ist verstorben.

Designer-Legende Colani

mit 91 Jahren gestorben

Designer-Legende Colani verstorben

Nach schwerer Krankheit verstarb am Montag der bekannte Designer Luigi Colani mit 91 Jahren in Karlsruhe. Dies teilte seine Lebensgefährtin Yazhen Zhao der dpa mit. Charakteristisch für sein Werk ist die organische Form, die auch seine Tapetendesigns einzigartig macht.
 

Luigi Colani wurde 91 Jahre alt.

„Meine Welt ist rund“, sagte Luigi Colani anlässlich seines 90. Geburtstages und betonte damit einmal mehr seine Vorliebe für schwungvolle Designs und außergewöhnliche Formen. Als Schöpfer gab es keine Sparte, die vor seinem Wirken und seinen Ideen sicher war: So entwarf er neben Brillen, Kameras, Fernsehern, Möbeln, Geschirr, Kleidung, Sportwagen und der Kamera Canon T90 sogar ein Konzept für den Neubau des Karlsruher Wildparkstadions.

Den eigenen Namen, der seit mehreren Dekaden weltweit als Marke zählte, setzte Colani vor einiger Zeit auch unter von ihm entworfene Tapetenkollektionen. Zentrale Elemente bilden hier ebenfalls Wellen, Kreise, geschwungene Linien und Streifen.
 

Colani-Tapeten sind bekannt für organische Formen.

Werk mit Interpretationsspielraum

Colanis Tapeten sind so einzigartig, wie es ihr Erschaffer selbst war. Bei allen Rundungen und geschwungenen Formen kommen bei dem gebürtigen Berliner zwei wesentliche Punkte immer wieder durch: Seine Faszination für die Natur auf der einen sowie die ihm eigene Darstellung der Stromlinienform als Verweis auf Technik, Entwicklung, Geschwindigkeit auf der anderen Seite. Dabei drängte der Meister seine eigene Sichtweise niemandem auf, sondern überließ es stets dem Betrachter, seinen individuellen Sinn in anmutigen Wasserdarstellungen oder rindenartigen Strukturen zu finden.

Mit dem 1928 geborenem Luigi, bürgerlich Lutz, Colani geht ein ganz großer Vor- und Querdenker, der genauso unangepasst wie freigeistig war. Einer, der von sich selbst behauptet, er hätte noch „Ideen für mindestens 500 Jahre“, findet nun seine letzte Ruhe.
 

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